Edenia eröffnet bei Prag 2026
Edenia eröffnet bei Prag: über 5.000 m² grüne Erlebniswelt im Nordosten der Stadt
Nach jahrelanger Planung hat im September 2026 im Nordosten von Prag ein Gartencenter eröffnet, wie man es in Mitteleuropa selten findet. Edenia verbindet ein großzügiges grünes Außengelände mit einem Innenbereich, der konsequent auf Erlebnis ausgelegt ist. Garden Center Advice hat bei der Kundenführung und der Zuordnung der Sortimente mitgedacht und über den langjährigen Partner Datec die Ladeneinrichtung geliefert. Realisiert wurde das Projekt im Auftrag von Van den Dool Projecten.
Ein Familienbetrieb wächst weiter
Edenia ist kein anonymes Investorenprojekt, sondern der logische nächste Schritt eines Unternehmers, der seinen Markt kennt. In Horní Počernice hat Jan Drápalík ein Gartencenter aufgebaut, das in der Region Prag ein Begriff wurde — und dort irgendwann an die Grenzen seiner Quadratmeter stieß. Der neue Standort liegt nur wenige Minuten vom alten entfernt, am Rand von Nehvizdy, eingebettet in eine grüne Umgebung und gut über die Ausfallstraßen Richtung Prag erreichbar.
Diese Nähe ist kein Zufall. Ein Umzug in einen anderen Stadtteil bedeutet, ein Einzugsgebiet neu aufzubauen; eine Verlagerung innerhalb desselben Gebiets nimmt den bestehenden Kundenstamm mit und ermöglicht zugleich den Formatsprung, für den am alten Standort schlicht kein Platz war.
Kundenführung als Rückgrat des Entwurfs
In einem Erlebniscenter dieser Größe ist der Kundenlauf kein Detail, sondern der Träger des gesamten Konzepts. Von den ersten Skizzen an galt ein klares Prinzip: Der Kunde soll nie überlegen müssen, wo er sich befindet — aber immer neugierig bleiben, was hinter dem nächsten Block liegt.
Das übersetzt sich in einen Hauptweg, der die gesamte Verkaufsfläche erschließt, ohne als vorgegebener Parcours zu wirken, mit Ruhepunkten, Durchblicken und Sichtachsen, die den Übergang zwischen innen und außen immer wieder spürbar machen. Querverbindungen geben dem zielgerichteten Kunden eine Abkürzung, während der bummelnde Besucher wie selbstverständlich die ganze Runde geht. Das Ergebnis ist ein Markt, der groß wirkt, ohne unübersichtlich zu werden.
Das richtige Sortiment am richtigen Platz
Die zweite Ebene unter dem Entwurf ist die Sortimentszuordnung: Welche Warengruppe verdient welchen Platz, wie viele Meter und in welcher Reihenfolge. Diese Entscheidungen bestimmen den Bon pro Besuch und den saisonalen Rhythmus des Marktes. Impuls- und saisonstarke Gruppen liegen dort, wo die Kundenfrequenz am höchsten ist, während die Zielsortimente — jene, für die der Kunde gezielt kommt — tiefer im Markt liegen und so den gesamten Weg aktivieren.
Dabei wurde bewusst Raum für Wachstum reserviert. Ein Format, das am Eröffnungstag bis auf den letzten Meter belegt ist, hat keinen Spielraum mehr für das, was der Markt in den kommenden Jahren verlangt. Diese Flexibilität ist im Flächenplan angelegt.
Regale von Datec
Für die Ladeneinrichtung fiel die Wahl auf Regalsysteme von Datec, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten. Das System ist robust genug für die schweren und oft nassen Lasten eines Gartencenters und zugleich flexibel genug, um Böden, Tabletts und Präsentationselemente saisonal umzubauen, ohne die Grundkonstruktion anzutasten. Für ein Format, das viermal im Jahr sein Gesicht wechselt, ist das kein Luxus, sondern Voraussetzung.
Die Balance zwischen Grün und Innenerlebnis
Was Edenia in Prag letztlich auszeichnet, ist die Balance. Viele neue Gartencenter entscheiden sich implizit für eine Seite: entweder ein starkes Außensortiment mit funktionalem Innenbereich oder ein stimmungsvoller Innenbereich, in dem das Grün eine Nebenrolle spielt. Hier sind beide Welten gleichwertig, und genau das macht den Unterschied. Das lebendige Grün gibt dem Gebäude seinen Charakter, das Innenerlebnis gibt dem Besucher einen Grund, auch außerhalb der Pflanzsaison zu kommen — und länger zu bleiben.
Prag ist ein starkes Gartencenter reicher
Mit der Eröffnung von Edenia gewinnt die Region Prag ein Gartencenter, das sich international messen kann. Für uns war es ein Projekt mit langem Atem und einem Auftraggeber, der sich die Zeit genommen hat, die Pläne reifen zu lassen — und genau das sieht man dem Ergebnis an.
















